Geschichte des Brunnenmarktes
www.brunnenmarkt.de
LKZ/Wochenblatt-Sonderveröffentlichung - 3.11.1986
"Es muss ein Brunnen sein"
Johnann-Kaspar-Schiller-Brunnenwird im Frühjahr 1988 aufgestellt

GERLINGEN (jan) - Es käme einem Schwabenstreich gleich, würde man nicht irgendwo zwischen Brunnengasse, Brunnenplatz und Brunnenmarkt noch ein Plätzchen für einen Brunnen finden. Ein solcher nämlich fehlt bis dato und mancher Brunnenmarktbesucher könnte sich in Zukunft mit einigem Recht die Frage stellen, weshalb es Stadtväter und Geschäftsleute am Ort derart nach .,Brunnen" dürstet, wenn es augenblicklich um die Namensgebung für Gassen, Plätze oder Gebäude geht. Denn: Von kühlem Nass ist weit und breit noch nichts zu sehen.

Das soll sich, ändern - und wenn es nach dem Willen von Gerlingens "Brunnen-Bürgermeister" Albrecht Sellner geht, soll dieses möglichst rasch geschehen. Bis spätestens im Frühjahr 1988 soll ein Johann-Kaspar-Schiller-Brunnen den Platz vor dem neuen Brunnenmarkt zieren. Aus diesem Grund wird jetzt ein Auslobungswettbewerb durchgeführt, an dem sich unter anderem so bedeutende Künstler wie der Hemminger Bildhauer Hermann-Christian Zimmerle oder der Stümpfelbacher Bildhauer Karl-Ulrich Nuß beteiligen.

Doch die Künstler wären keine Künstler, hätten sie sich in einer ersten Preirichtervorbesprechung im September nicht vorsichtig erkundigt: "Warum muss es ein Brunnen sein - wäre eine Freiplastik nicht auch möglich'?" - Denkbar wäre dieses ohne weiteres, doch steht den Bürgern der Sinn verständlicherweise nach ganz anderem. So fanden die Preisgerichtsmitglieder alsbald ein salomonisches Wort. "Brunnen und Plastik sollen sich im Interesse der Sache nicht ausschließen", jedoch so betonen die Juroren und Sachverständigen, allein aufgrund der Namensgebung von Brunnenmarkt, Brunnengasse und Brunnenplatz, sei von Seiten der Bevölkerung eine gewisse Erwartungshaltung da, die nicht enttäuscht werden sollte. Ein rechtes Wort zur rechten Zeit. Schließlich ist und bleibt ein Brunnenplatz ohne Brunnen bei aller Liebe zu Florentiner Pflasterbelag nur eine halbe Sache.

Der Realisierung des Johann-Kaspar-Schiller-Brunnens steht somit in der Kirchstraße nichts mehr im Wege. Bis spätestens 9.Januar nächsten Jahres müssen die Wettbewerbsarbeiten auf dem Gerlinger Rathaus eingereicht werden. Gespannt sein darf man allenthalben darauf, was den Künstlern zum "Vater der Gerlinger Obstkultur", dem ehemaligen Leiter der herzoglichen Hofgärtnerei und Forstschule, Johann Kaspar Schiller, so alles einfällt.

Rund 80 000 Mark darf der Johann-Kaspar-Schiller-Brunnen kosten. Das allerdings darf kein Wässerchen trüben, so wenig wie die Tatsache, daß das Gesamtgewicht des Brunnens aus "statischen Gründen" nicht mehr als 1000 Kilogramm pro Quadratmeter betragen darf. Der Brunnenplatz nämlich ist voll unterkellert.

Begeistert aufgenommen wird nach Ansicht von Bauherr Heinrich Mack allgemein das Emblem, das den neuen Geschäftskomplex in der Kirchstraße schmückt und kenntlich macht. Entworfen wurde das signifikante Marktzeichen vom Leiter der Gesellschaft für Kommunale Stadtentwicklung Gottfried Prölß. Dieser sorgte auch für die attraktive farbliche Gestaltung der Gebäudefassade.

> Presseberichte

Sonderbeilage Brunnenmarkt
des Gerlinger Anzeiges - 31.10.1986
"Interview mit Herrn Mack"

LKZ/Wochenblatt-Sonder-
veröffentlichung - 3.11.1986
"Es muss ein Brunnen sein"
"Im neuen Brunnenmarkt soll.."

Gerlinger Bunte - Sept. 2006
"Der Brunenmarkt ..."
"... aus Sicht der Planer"
"... aus Sicht des Bauherren"

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